Human Creativity is not dead: Responsives Design 4.0 // von Juliana Hauser

Human Creativity is not dead: Responsives Design 4.0 // von Juliana Hauser

Unsere digitale Welt wird bereits heute von Algorithmen gesteuert und gestaltet. Dem Projekt Responsives Design 4.0 liegt daher das Thema der Segmentierung der Gesellschaft in Nutzer- und Zielgruppen zur perfekten Absatzgenerierung zugrunde. Medien werden heute zur neuen Machttechnik der Wirtschaft und Politik, es geht um Konsum und nicht um den Menschen.

Dies eröffnet ethische Fragen gegenüber der Segmentierung und Beeinflussung des Menschen durch Visualisierung in den digitalen Medien: Welche Entscheidungskraft kann das Individuum noch ausüben? Werden künstliche Intelligenzen uns besser kennen als wir uns selbst und jeden in einer individuellen „Wohlfühlmatrix“ isolieren?

… und zieht weitere Fragen im Hinblick auf das Design nach sich: Welche Rolle spielt Design in dieser Darstellung individualisiert gesteuerter Informationen? Wird Gestaltung zum Werkzeug einer Medienideologie, die von Konzernen gesteuert wird?

Das Projekt Responsives Design 4.0 versucht Antworten zu finden in Form einer künstlerisch-literarischen Auseinandersetzung. Die entstandene Kurzgeschichte Human Creativity is not dead und beantwortet die Frage nach der Rolle menschlicher Kreativität in der Zukunft mithilfe der Methodik des spekulativen Designs. Ziel war es, eine gestalterische Umsetzung mit händischen Mitteln zu schaffen. Es handelt sich also um die Kreation eines Werkes, das die menschliche Kreativität in den Vordergrund stellt. Die Gestaltung steht dabei im Kontrast zum Inhalt, der die Zukunft des menschlichen Gestalters in einer automatisierten Welt aufzeigt.

Eine kritische Auseinandersetzung zur Kreativität in der Zukunft, die für eine Wertschätzung gegenüber handwerklich erstellter Inhalte sensibilisiert.

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